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Aktuell sind 6 Gäste online| Hartz IV - Kreis Offenbach : Neue Wege der Schönfärberei |
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| Montag, 13 Juli 2009 | |
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Auch wenn unsere Fraktion bisher den rechtskräftigen Nachweis schuldig geblieben ist, können wir aufgrund unserer Erfahrungen mit Betroffenen und Initiativen inzwischen davon ausgehen, dass eben nicht - nur in Ausnahmefällen - mit der „sonst gibt’s kein Geld“-Methode gearbeitet wurde, um sinnlose Maßnahmen durchzudrücken.“ Verschiedene Erwerbsloseninitiativen z.T. sogar aus Bremen, hatten - bereits vor Erscheinen in der örtlichen Presse - auf diese widerliche Vorgehensweise hingewiesen und schon am Samstag von ersten Planungen für Protest-Aktionen vor dem Kreishaus in Dietzenbach in den nächsten Tagen, berichtet. „Solche Proteste werden wir unterstützen, wo es uns möglich ist“, melden Faktion und Kreisvorstand gemeinsam. Die „HartzIV Hilfe – Stadt und Kreis Offenbach“ bezeichnet das so genannte „Angebot“ als Drangsalierung und Einschüchterung bis zum Aushebeln des Grundgesetzes. „Wo bleibt die Würde des Facharbeiters, dessen Betrieb von einem englischen Investor gekauft wurde, nach 15 Betriebsjahren und hunderten von erfolglosen Bewerbungen im ersten Jahr der Arbeitslosigkeit, wenn ihm dann mit Eintritt in HartzIV vermittelt wird: „Es liegt an Deinen Bewerbungen, wenn Du bis jetzt keinen Job hast“. Wo bleibt die Würde des arbeitslosen Jugendlichen, der nach seiner Lehre nicht übernommen wurde und seit dem am Arbeitsmarkt überhaupt nur mit Bewerbungen in Erscheinung getreten ist; wenn ihm nun die Streichung seiner Leistungen angedroht wird, wenn er dieses Projekt für sich nicht als sinnvoll erachtet. Mit diesem Projekt werden der freien Entfaltung der Persönlichkeit Grenzen gesetzt, die eigentlich gar nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sind. Das Projekt ist reine Augenwischerei und dient der Überwachung Langzeitarbeitsloser. Wer glaubt, dass in Zeiten des Arbeitsplatzabbaus neue vermittelbare Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose geschaffen werden, die obendrein ein menschenwürdiges Leben, in soziokultureller Vielfalt ermöglichen, der lebt in einer Scheinwelt. Wir werden uns an dem Protest beteiligen. So etwas darf auf keinen Fall Schule machen“, so der Sprecher der Initiative.
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